Neues zur Anschlussversorgung

Seit dem 01.10.2017 gilt die gesetzlich verpflichtende Anschlussversorgung. Mit diesem Gesetz haben Krankenhäuser und Kliniken die Verordnungsermächtigung erhalten, Patienten nach ihrer Entlassung, die sich anschließenden Leistungen zu verschreiben. Für einen Zeitraum bis zu sieben Tagen können Heil- und Hilfsmittel, Medikamente und eine weitere Krankschreibung per Rezept ausgestellt werden. Rezepte müssen innerhalb von drei Tagen bei der Apotheke eingelöst werden; die für Physio- oder Ergotherapie innerhalb von sieben Tagen. Das Krankenhaus ist verpflichtet, Maßnahmen im Entlassungsbericht festzuhalten. Der Sozialdienst ist bei der Überleitung aus dem Krankenhaus in Reha-Maßnahmen u.a. behilflich. Dabei bedarf es immer der schriftlichen Einverständniserklärung des Patienten. Wenn ein Patient das Entlassungsmanagement nicht in Anspruch nehmen möchte, muss er sich später selbst um medizinische/therapeutische Hilfe kümmern. Im Entlassungsbrief müssen folgende Informationen enthalten sein:


  • Patientenstammdaten, Aufnahme und Entlassungsdatum
  • Name des Krankenhaus- bzw. Klinikarztes mit Adresse und Telefonnummer
  • Entlassungsbrief mit der Kennzeichnung „vorläufig“ oder „endgültig“
  • Grund der Einweisung
  • Diagnose und Entlassungsbefund
  • Liste der Medikamente mit Medikationsplan
  • Verordnungen (Anschlussheilbehandlung, Reha, Krankengymnastik, etc.)
  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU)
  • Informationen zu Versorgeeinrichtungen wie z.B. Pflegeeinrichtungen, Reha-Zentren


 

 

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