Auswahl- und Vergabeverfahren

1. Wesentliche Eckpunkte im Hinblick auf die Vergabe einer Planstelle sind:

    - Einsatzgebiet(e)

    - studierte Fächer (evtl. weitere Fächer bzw. Lehrbefähigungen; usw.)

    sogenannte Auswahlnote (A-Note)

 

2. Planstellen werden in aller Regel als Vollzeitstellen (25/25 LWStd.) angeboten. Auf schriftlichen Antrag der Betroffenen kann eine Planstelle aber auch mit individuell reduziertem Stundenumfang angenommen werden. Eine wie auch immer geartete Einflussnahme durch die ADD findet dabei grundsätzlich nicht statt!  

Mit dem Planstellenangebot einher geht die Option der Verbeamtung. In begründeten Ausnahmefällen (fehlende gesundheitliche Eignung; zu hohes Lebensalter) können Planstellen auch "nur" in Form unbefristeter Beschäftigtenstellen vergeben werden.

 

3. Die Auswahl der BewerberInnen durch die ADD erfolgt zunächst unter Beachtung der angegeben Einsatzgebiete. Danach wird die Übereinstimmung mit den von der Schule angeforderten Fächerkombination (meistens GP + weiteres Fach) überprüft. Letztlich dann ausschlaggebend ist die erreichte Auswahlnote. Dabei erfolgt grundsätzlich eine Auswahl nach Eignung und Leistung. Das heißt: die jeweils beste A-Note kommt dann zum Zug. 

 

4. Die Auswahlnote ist jedoch keine einmalig festgelegte Größe, sondern kann durch eigenes Dazutun verbessert werden. Im Verhältnis eins zu vier (1. Examen x 1 + 2. Examen x 4 geteilt durch 5) wird aus der Note des ersten und zweiten Examens die A-Note erstmals gebildet. Landeskinder erhalten grundsätzlich einen Bonus von 0,5 Punkten. 

 

Bei einem Unterrichtseinsatz im Schuldienst des Landes RLP von mindestens einem halben Jahr mit wenigstens 13 LWStd., der nach dem zweiten Examen erfolgen muss, erhalten auch Lehrkräfte aus anderen Bundesländern den sogen. "Landeskinderbonus" von 0,5 Punkten. 

Zudem erhält jede Lehrkraft, die in einem Vertretungsvertrag tätig ist, für jedes volle Jahr einen Bonus von 0,2 Punkten. Hierbei muss der Einsatz mindestens 10 Lehrerwochenstunden (LWStd.) betragen. Auf diese Weise kann die A-Note im Verlauf von längstens 5 Jahren im günstigsten Fall um 1,5 Punkte verbessert werden! Wichtig dabei ist aber, dass die VertragsnehmerInnen den Abschluss des Vertretungsvertrags auch zusätzlich telefonisch oder per Mail der ADD Trier mitteilen. Ein Automatismus findet leider nicht statt.

 

5. Sollte trotz dieser Notenverbesserung die Aussicht auf eine Planstelle noch immer nicht gegeben sein, so kann die Zuweisung einer Planstelle aber auch über einen sogenannten „Korridor“ erfolgen. Allerdings werden hier Zeiten einer sogen. "unterhälftigen Beschäftigung" (weniger als 13 LWStd.) nicht mitgezählt. Diesen Einstellungskorridor haben die Personalvertretungen für Kolleginnen und Kollegen eingefordert, die langjährig erfolgreich im Einsatz sind, aber alleine über das beschriebene Auswahlverfahren nicht zum Zuge kommen. Für diesen Personenkreis besteht die Option, in einem vereinbarten Umfang der insgesamt zu vergebenden Stellen, über dieses zusätzliche Auswahlverfahren eine Planstelle zu erhalten.

 

6. Bei der Vergabe von Planstellen ist der Bezirkspersonalrat immer in der gesetzlich vorgeschriebenen Mitbestimmung. Dadurch soll sichergestellt werden, dass keine Bevorzugung oder gar Benachteiligung von BewerberInnen erfolgen kann.

 

 

7. Hindernisse bei einer erfolgreichen Zuteilung einer Planstelle liegen deswegen sehr häufig in der Person des Bewerbers, der Bewerberin selbst begründet.

 

- zu eingegrenztes Einsatzgebiet, (wer z.B. angibt, dass er nur in einem Radius von 12 km Luftlinie eingesetzt werden will, erhält ein Angebot, das 15 km entfernt ist, erst gar nicht unterbreitet!)

 

ungünstige Fächerkombination (z.B. GP + D oder Ma), (kaum eine Grundschule fordert D oder Ma an, da diese Option hinreichend mit dem Fachbereich GP abgedeckt erscheint.)

- nicht eingerechnete Boni für (Vertretungs-)Verträge wegen fehlender Meldung an die ADD usw. (erhaltene Vertretungsverträge – auch als PES-Kraft oder im GTS-Bereich - sollen umgehend der ADD Trier mitgeteilt werden, selbst wenn der Sachbearbeiter/ die Sachbearbeiterin ein und dieselbe Person ist! )

 

Die uns immer wieder als Vermutung mitgeteilte Beobachtung, die Schulleitung oder gar die Schulaufsicht hätten einen Einfluss auf die Zuweisung von Planstellen, stimmt aus den zuvor beschriebenen Gründen nicht. Lediglich bei der Frage der Anwendung der sogenannten Korridorlösung kommt es auch auf die positive Begründung der Auswahl durch die Schulaufsicht an.

 

 

 

 

 

397638