"Offener Anfang"

Bei Personalratsschulungen aber auch aufgrund zahlreicher telefonischer Nachfragen beim BPR GS, ist für uns der Eindruck entstanden, dass die Schulen über die Modalitäten zur Umsetzung resp. Anrechnung des „Offenen Anfangs“ nur sehr unzureichend informiert sind. Deswegen hier noch einmal die entsprechende Erläuterung.

 

Um die politisch hochgelobte Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern, hat das Ministerium vor einigen Jahren den Schulen die Option eingeräumt, vor dem eigentlichen Unterrichtsbeginn (meist 08.00 Uhr) eine Betreuung in der Schule anzubieten.

 

Ob es ein solches Angebot gibt, liegt in der Entscheidungskompetenz der Gesamtkonferenz, die sowohl über das „Ob“ als auch über das „Wie“ zu befinden hat.


Ganz gleich, wie lange dieses vorunterrichtliche Angebot dauert, so kann (!) einer Lehrkraft, die diese Betreuung übernimmt, pro Tag 5 Min. aus dem zu erbringenden persönlichen Stundendeputat angerechnet werden. Bei 5 Tagen wären dies dann insgesamt 25 Minuten. (Gemeinsam mit dem sogen. „Betr. Frühstück hätte diese Lehrkraft dann z.B. statt 25 LWStd. nur noch 24 LWStd. zu erbringen!)  

 

Wir raten dringend dazu, dass bereits mit dem Beschluss der Gesamtkonferenz (!) ein solches Angebot zu unterbreiten, verbindlich (Konferenzbeschluss) vereinbart wird, dass hierzu aus der allgemeinen Zuweisung an Unterrichtsstunden gemäß der LehrArbZVO § 5 die erforderlichen Zeiteinheiten entnommen werden.

Eine gesonderte „Extra-Zuweisung“ an Lehrerwochenstunden zur Umsetzung des „Offenen Anfangs“ gibt es derzeit nicht.(allerdings sind wir zuversichtlich, dass sich dies bei der anstehenden Novellierung ändern wird!) 

 

Quelle: Lehrkräftearbeitszeitverordnung(LehrArbZVO) § 5 Absatz 2

 

 

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